Master Angewandte Informatik (MIN)
Der viersemestrige Master-Studiengang "Angewandte Informatik" dient der berufsbezogenen Ergänzung und Vertiefung von Fachkenntnissen, die für eine leitende Funktion in einem Unternehmen und im öffentlichen Dienst oder für eine Forschungstätigkeit qualifizieren. Der Master-Abschluss eröffnet den Zugang zum höheren öffentlichen Dienst und zur Promotion an einer Universität.
Es werden Spezialkenntnisse aus den beiden folgenden zukunftsträchtigen Vertiefungsrichtungen vermittelt:
- Graphik & Visualisierung
- Sichere Informationssysteme
Studienziele
Der anwendungsorientierte Master-Studiengang "Angewandte Informatik" will seine Absolventinnen und Absolventen befähigen, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse bei schwierigen und komplexen Problemstellungen sowohl in der Praxis als auch in der Forschung einzusetzen. Der Master-Studiengang soll dabei vor allem für folgende Aufgaben qualifizieren:
- Führungsaufgaben in der Informationstechnologie,
- Tätigkeiten in der Informatikforschung sowie
- Aufgaben im höheren Dienst in einer Berufslaufbahn im öffentlichen Dienst.
Der Master-Studiengang ist die konsekutive Fortsetzung des gleichnamigen Bachelor-Studiengangs. Im Vordergrund des Master-Programms stehen daher vertiefende Lehrveranstaltungen in theoretischen wie auch in anwendungsorientierten Fächern der Informatik. Mit der Ausgestaltung des Master-Studienangebots werden zwei Ziele verfolgt – Spezialisierung und regionale Verbundenheit. Die Spezialisierung wird durch die Einrichtung von Vertiefungsrichtungen gefördert, welche im Informatikumfeld besonders stark nachgefragt sind.
Zur individuellen Spezialisierung stehen den Studierenden derzeit zwei zukunftsweisende Vertiefungsrichtungen zur Verfügung: "Graphik & Visualisierung" sowie "Sichere Informationssysteme". Zahlreiche positive Stellungnahmen von regionalen und nationalen Wirtschaftsunternehmen haben ergeben, dass für beide Vertiefungsrichtungen sowohl aktuell als auch zukünftig ein hohes Potential an qualifizierten Arbeitsplätzen existiert – sowohl im Großraum Hannover als auch bundesweit.
Graphik & Visualisierung
Die Vertiefungsrichtung "Graphik & Visualisierung" beschäftigt sich mit den zukunftsträchtigen Themenfeldern 3D-Echtzeit-Computergraphik (Real-Time Rendering), geometrische Modellierung, virtuelle und erweiterte Realität (VR/AR) sowie wissenschaftliche Visualisierung.
Neben vertieften Kenntnissen aktueller Graphik-APIs werden Methoden zur Modellierung von Freiformflächen vermittelt und praktisch umgesetzt. In Spezialveranstaltungen zu Virtual and Augmented Reality sowie Visual Computing werden Themen aus verschiedenen Anwendungsgebieten behandelt, teilweise in Verbindung mit aktuellen Forschungsprojekten.
Sichere Informationssysteme
Fachlicher Gegenstand der Vertiefungsrichtung "Sichere Informationssysteme" ist das Spannungsfeld zwischen der Entwicklung moderner mobiler und verteilter Informationssysteme und den daraus resultierenden Fragestellungen der IT-Sicherheit. Die Studierenden erlernen die theoretischen Grundlagen sowie die aktuellen Methoden aus den Bereichen IT-Sicherheit und Softwaretechnik.
Aufgrund der ständig steigenden Vernetzung von IT-Systemen und dem steigenden Volumen von geschäftlichen Transaktionen im Internet (E-Business) hat das Thema Sicherheit in den letzten Jahren rapide an Bedeutung gewonnen. Den Studierenden wird vermittelt, mit welchen Techniken (Verschlüsselung, digitale Signaturen etc.) man Sicherheitsbedrohungen begegnen und sichere Software-Architekturen entwickeln kann.
Studienvoraussetzungen
Der Zugang zum Master-Studiengang Angewandte Informatik ist an die folgenden Voraussetzungen gebunden:
- Einschlägiger erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, z.B. Bachelor oder Diplom, in einem Informatikstudiengang oder einem fachlich eng verwandten Studiengang mit einem Informatikanteil von mindestens 65 Prozent,
- Nachweis besonderer Motivation,
- Gesamtnote des Hochschulabschlusses (oder der bisher erbrachten Leistungen) von mindestens gut (2,5).
Die genauen Zugangsvoraussetzungen sind der Zulassungsordnung, § 2, zu entnehmen (siehe Abschnitt Dokumente). Insbesondere ist es unter bestimmten Bedingungen möglich, die Zugangsvoraussetzungen auch mit einer Gesamtnote zwischen 2,51 und 2,8 zu erfüllen.
Die Zulassung erfolgt nach dem Ortsvergabeverfahren. Ein Studienbeginn ist grundsätzlich zum Wintersemester möglich; Bewerbungsschluss ist der 15. Juli. Sofern im Wintersemester nicht alle Studienplätze vergeben werden, ist auch ein Studienbeginn im darauf folgenden Sommersemester möglich; Bewerbungsschluss dafür ist der 15. Januar. Für Bewerbungen mit ausländischen Bildungsnachweisen gelten gesonderte Bewerbungsfristen (siehe Abschnitt Bewerbungsverfahren).
Dokumente
Studienhandbuch Informatik 2009 (inklusive Modulhandbuch)
Study Guide Computer Science 2009 (English, inclusive of course/module catalogue)
Prüfungsordnung Bachelor/Master 2009 - Allgemeiner Teil
Prüfungsordnung Master 2009 - Besonderer Teil (1. Änderung 2012)
neu: § 9 / Teilzeitstudium
Anträge
Antrag auf Zulassung zur Masterarbeit
Antrag auf Verlängerung der Masterarbeit
Studienvereinbarung Teilzeitstudium (Learning Agreement)
Prüfungsunfähigkeit wegen Krankheit - Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (die sog. „Gelben Scheine“) werden nicht als Nachweis akzeptiert.
Alte Prüfungs- und Studienordnungen
Prüfungsordnung Bachelor/Master 2007
Bewerbungsverfahren
Der Bewerbung sind gemäß der Zulassungsordnung, § 3 Abs. 2, folgende Unterlagen beizufügen:
- Abschlusszeugnis des Bachelor- oder Diplomstudiengangs (oder eine Bescheinigung über die bisher erbrachten Leistungen inklusive Durchschnittsnote),
- Lebenslauf,
- Motivationsschreiben nach § 2 Abs. 5,
- ggf. Nachweise über deutsche Sprachkenntnisse nach § 2 Abs. 6,
- ggf. Nachweise nach § 2 Abs. 4 (bei einer Gesamtnote zwischen 2,51 und 2,8).
Vordruck Bescheinigung des oder der Erstprüfenden nach § 2 Abs. 4 (bei einer Gesamtnote zwischen 2,51 und 2,8 und noch nicht abgeschlossener Bachelor- oder Diplomarbeit)
Zusätzliche Informationen zu Master-Bewerbungen
Bewerbungen für höhere Fachsemester
Bewerbungen mit ausländischen Bildungsnachweisen
| Volker Ahlers | 25.01.2013 |

