Anforderungsanalyse-Workshop in Maputo

Khanimambu und Hambanini: Das bedeutet Danke und Auf Wiedersehen auf Changana, eine Bantusprache, die neben der Amtssprache Portugiesisch in Süd-Mosambik verbreitet ist.

Khanimambu und Hambanini: Das bedeutet Danke und Auf Wiedersehen auf Changana, eine Bantusprache, die neben der Amtssprache Portugiesisch in Süd-Mosambik verbreitet ist.

Mit großem Dank und dem Wunsch auf ein Wiedersehen blicken 19 Studierende der Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik sowie Professor Lars Baumann, Michael Neumann (wissenschaftlicher Mitarbeiter) und Kathrin Witte-Griese, Leiterin des Teams International Programmes der Fakultät IV, auf 10 intensive, lehr- und ereignisreiche Tage in Maputo, der Hauptstadt von Mosambik, zurück.

Lars Baumann hatte in Maputo zuvor bereits zweimal einen Anforderungsanalyse-Workshop zum Software- und Requirements Engineering im Master-Studiengang Umweltinformatik durchgeführt. Nach den positiven Erfahrungen aus den beiden zurückliegenden Besuchen waren sich Lars Baumann und der dortige Studiengangsleiter Professor Uranio Stefane Mahanjane einig, einen gemeinsamen Workshop mit Studierenden der Abteilung Wirtschaftsinformatik der HsH und Studierenden des Studiengangs Umweltinformatik der Universidade Pedagógica (UP) in Maputo ausrichten zu wollen.

Und so kam es, dass die Studierenden der Wirtschaftsinformatik und Verwaltungsinformatik das Pflichtmodul „Anforderungsanalyse“ aus dem 1. Studienabschnitt mal unter ganz anderen Voraussetzungen absolvierten: 14.000 km entfernt von Hannover, in Englisch, in Workshop-Form, und gemeinsam mit mosambikanischen Studierenden der UP. In gemischten Gruppen entwickelten die Studierenden Anwendungsfalldiagramme, Aktivitätsdiagramme, Klassendiagramme und Paketdiagramme. Die Ergebnisse unter Anwendung der Unified Modeling Language UML wurden am letzten Unterrichtstag eindrucksvoll in gemischt kulturellen Teams präsentiert.

Die Studierenden nahmen die fachlichen, inter- und soziokulturellen, gruppendynamischen und aus Hannoveraner*innen-Sicht auch die klimatischen Herausforderungen erfolgreich an. Ein Besuch in der Deutschen Botschaft in Maputo, der Empfang beim Präsidenten der Universidade Pedagógica, eine Führung durch das Parlamentsgebäude mit ausführlicher Fragestunde und ein Besuch beim Softwareentwickler Quidgest rundeten das gelungene und eindrucksvolle Programm ab. Der besondere Dank gilt hier Uranio Mahanjane.

An den beiden unterrichtsfreien Wochenendtagen ging es an den Traumstrand Praia Ponta de Ouro südlich von Maputo und in den Krüger-Nationalpark in Südafrika.

Die Eindrücke dieser Studienreise waren vielfältig und ambivalent. Bei aller Begeisterung und Faszination war doch auch immer gegenwärtig, dass Mosambik zu den zehn ärmsten Ländern der Erde zählt und dass das Land gegenwärtig mit den verheerenden Folgen der durch zwei Zyklone ausgelösten Überschwemmungen zu kämpfen hat. Sach- und Geldspenden wurden von Lars Baumann und Michael Neumann an Uranio Mahanjane für betroffene Verwandtschaft in Beira übergeben.

Khanimambu und Hambanini und Wiederholung unbedingt erwünscht.