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Hannover, 07.12.2018
Nummer 7122018 / 2018

Hannoversche Korruptionsskala – Österreich-Version

Erfolgreiche Kooperation mit dem österreichischen Bundesamt zur Korruptionsbekämpfung und Korruptionsprävention

Im Jahr 2015 trafen sich die Korruptionsforscher der Hochschule Hannover mit dem österreichischen Bundesamt zur Korruptionsbekämpfung und Korruptionsprävention (kurz: BAK) – damals vertreten durch Frau Dr. Angelika Schäffer – erstmals zu einer Besprechung in Hannover. Im Detail wurde eine geplante Studie des BAK besprochen, in der die Hannoversche Korruptionsskala (kurz: HKS 38) erstmals in Österreich bei Polizeianwärtern sowie Studierenden der Psychologie und der Rechtswissenschaften verwendet werden sollte.

Im Rahmen eines zweiten Besuchs des BAK in Hannover, an dem auch Frau Prof. Dr. Ruth Linssen von der Fachhochschule Münster und Herr MMag. Markus Brentschun-Kosielski teilnahmen, wurden Schlussfolgerungen diskutiert, die sich aus der Verwendung der HKS 38 in Österreich ergaben. Insgesamt wurden in der Studie rund 1.700 Testpersonen befragt. Frank Heber analysierte die Daten im Rahmen der Zusammenarbeit deskriptiv und inferenzstatistisch. Während des 11. Anti-Korruptions-Tags des BAK präsentierten Frau Dr. Angelika Schäffer und Herr Frank Heber (M.Sc.) diese Ergebnisse einem Publikum aus Fachvertretern der öffentlichen Verwaltung in Österreich. Die Ergebnisse dieser Studie wurden zudem innerhalb eines Sammelbands zum 11. Anti-Korruptions-Tag sowie innerhalb des SIAK-Journals International Edition veröffentlicht.

Entscheidend für die Erstellung der Hannoverschen Korruptionsskala Österreich-Version (kurz: HKS 38 Ö) waren Rückfragen der Testpersonen bei der Datenerhebung. Und auch wenn die Rückfragen zur sprachlichen Verständlichkeit nur vereinzelt auftraten, die HKS 38 ist grundsätzlich so konzipiert, dass eine Befragung auch autonom ohne Testleitung durchgeführt werden kann. Werden Rückfragen an eine Testleitung aufgrund sprachlicher Unklarheiten notwendig, wird diese konzeptionelle Grundlage verletzt. Aus diesem Grund haben ExpertInnen des BAK die HKS 38 geprüft, einzelne Formulierungen an den österreichischen Sprachraum angepasst, und die HKS 38 Ö erstellt. Die HKS 38 Ö wurde anschließend an einer für Österreich bevölkerungsrepräsentativen Normstichprobe validiert. Interessierten steht das Manual zur HKS 38 Ö auf SerWisS im Rahmen der Schriftenreihe Personalpsychologie kostenlos zur Verfügung.

Eine weitere Studie unter der Verwendung der HKS 38 Ö hat das BAK bereits initiiert und dazu rund 1.400 Polizeianwärter aus Österreich befragt. Frank Heber wird für die Auswertung der Daten und die Veröffentlichung der Befunde weiterhin sehr eng mit dem BAK – vertreten durch Frau Dr. Simone Jungwirth – zusammenarbeiten.


Frank Heber M.Sc.
Ricklinger Stadtweg 120
30459 Hannover
Gebäude: Gebäude 1H  Raum: 1H.2.20  Tel: +49 511 9296 1567

E-Mail: frank.heberat-zeichenhs-hannover.de



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