Angewandte Informatik (MIN)

Anwendungsorientiert und wissenschaftlich fundiert

Der viersemestrige Master-Studiengang "Angewandte Informatik" dient der berufsbezogenen Ergänzung und Vertiefung von Fachkenntnissen, die für eine leitende Funktion in einem Unternehmen und im öffentlichen Dienst oder für eine Forschungstätigkeit qualifizieren. Der Master-Abschluss eröffnet den Zugang zum höheren öffentlichen Dienst und zur Promotion an einer Universität.

Bewerbungen zum Wintersemester 2019/20 erfolgen über ein Verfahren der Hochschule Hannover.

Kurzübersicht

  • Abschluss

    Master of Science (M.Sc.)

  • Studienbeginn

    Sommer- und Wintersemester

  • Fächergruppe
    Informatik, MINT
  • Studienform

    Vollzeit

  • Zulassungsmodus

    örtlich zulassungs­beschränkt

  • Regelstudienzeit

    4 Semester

  • Bewerbungsschluss

    15.7. für das Wintersemester, 15.1. für das Sommersemester

  • Vertiefungen / Studienschwerpunkte

    2 von 4: IT-Sicherheit, Softwaretechnik,
    Computergrafik, Informationssysteme

     

  • Vorpraktikum

    Nein

Studienschwerpunkte

  • Computergrafik

    Der Schwerpunkt "Computergrafik" beschäftigt sich mit den Themenfeldern 3D-Echtzeit-Computergrafik (Real-Time Rendering), geometrische Modellierung, Computer Vision (Bildverarbeitung) sowie wissenschaftliche Visualisierung. Es werden grundlegende Methoden und Algorithmen vermittelt (u.a. Beleuchtungsmodelle, virtuelle Kamera, Freiformflächen, Mustererkennung), die von den Studierenden unter Nutzung leistungsfähiger Grafikhardware und aktueller Softwarebibliotheken in anspruchsvollen Projekten eingesetzt werden. Anwendungen der Computergrafik finden sich z.B. in technischen Prüfsystemen, Zugangskontrollsystemen, 3D-Navigationssystemen, Computerspielen und in der CAD/CAM-basierten Produktentwicklung.

  • IT-Sicherheit

    Gegenstand des Schwerpunkts "IT-Sicherheit" ist die Herausforderung, die immer komplexeren modernen IT-Systeme vor der zunehmenden Bedrohung durch böswillige Angreifer zu schützen und dabei doch effizient und benutzbar zu halten - auf allen Ebenen vom Netzwerk über das Rechnersystem bis zur Software-Anwendung. Die Studierenden erlernen dazu die theoretischen Grundlagen und die aktuellen Methoden der IT-Sicherheit. Dazu zählen u.a. kryptographisch Techniken wie Verschlüsselung und digitale Signaturen, Netzwerksicherheitsmaßnahmen wie Firewalls, Systemsicherheitsmaßnahmen wie Authentisierung und Autorisierung, und Maßnahmen zur Entwicklung sicherer Software.

  • Informationssysteme

    Der Schwerpunkt "Informationssysteme" beschäftigt sich mit der Modellierung, persistenten Speicherung und Auswertung von Informationen. Grundlage dazu sind Datenbanksysteme und passende Datenmodelle, sowie Methoden zum Analysieren und Auffinden von Daten. Die Studierenden lernen über relationale DBMS hinausgehende Ansätze aus dem NoSQL-Bereich, sowie Methoden zur Verwaltung von Geo- und Multimediadaten. Ein weiteres Thema sind Architekturen und Algorithmen, um hohe Skalierbarkeit und Verfügbarkeit durch Verteilung und Parallelisierung der Informationssysteme zu erreichen, z.B. für Big Data. Im Bereich der Datenauswertung werden Vorgehensweisen des Data Warehousing sowie Data Mining Algorithmen und andere Auswertungsverfahren vorgestellt. Weiterhin werden Algorithmen aus dem Bereich Information Retrieval zum Auffinden von Informationen besprochen.

  • Softwaretechnik

    Der Schwerpunkt "Softwaretechnik" beschäftigt sich mit der professionellen Entwicklung umfangreicher und komplexer Softwaresysteme. Die Studierenden lernen dabei aktuelle Konzepte, Prinzipien, Methoden und Prozesse der Softwareentwicklung kennen. Die Themen dieses Schwerpunkts umfassen beispielsweise verschiedene Sprachparadigmen, Testmethoden, Entwurfsmuster und verteilte Softwarearchitekturen. Darüber hinaus werden neue Ansätze in der Softwareentwicklung, u.a Agile Methoden, Domain-Specific Languages, Complex Event Processing, Cloud-Computing, Mobile Computing, sowie Verfahren und Methoden aus dem Bereich Intelligente Systeme vorgestellt.

Das ist drin

Der Master-Studiengang ist die konsekutive Fortsetzung des gleichnamigen Bachelor-Studiengangs. Im Vordergrund des Master-Programms stehen daher vertiefende Lehrveranstaltungen in theoretischen wie auch in anwendungsorientierten Fächern der Informatik. Mit der Ausgestaltung des Master-Studienangebots werden zwei Ziele verfolgt – Spezialisierung und regionale Verbundenheit. Die Spezialisierung wird durch die Einrichtung von Vertiefungsrichtungen gefördert, welche im Informatikumfeld besonders stark nachgefragt sind.

Zur individuellen Spezialisierung können die Studierenden derzeit aus vier zukunftsweisenden Schwerpunkten zwei nach ihren Neigungen auswählen: Computergrafik, IT-Sicherheit, Informationssysteme und Softwaretechnik. Zur Sicherung einer breiten Ausbildung müssen dazu noch zwei beliebige Module aus den nicht gewählten Schwerpunkten belegt werden. Zahlreiche positive Stellungnahmen von regionalen und nationalen Wirtschaftsunternehmen haben ergeben, dass für diese Vertiefungsrichtungen sowohl aktuell als auch zukünftig ein hohes Potential an qualifizierten Arbeitsplätzen existiert – sowohl im Großraum Hannover als auch bundesweit.

Für Studierende in Vollzeit bei Studienbeginn zum Wintersemester wird der dargestellte Studienablauf empfohlen. Bei Studienbeginn zum Sommersemester wird eine Beratung empfohlen, weil dann dieser Ablauf so nicht möglich ist.

Überblick über die Studieninhalte

Warum bei uns? Darum!

  • Unsere Professoren und Professorinnen sind nicht nur Wissenschaftler, sondern haben früher selbst in Firmen gearbeitet. Sie kennen die IT-Branche und die IT-Forschung gleichermaßen.
  • Wir lehren nicht nur mit Vorlesungen, sondern Sie üben wissenschaftliche Methoden gemeinsam mit den Professoren in Seminaren und Übungen.
  • Ins Masterstudium sind mit Firmen- und Forschungsvorhaben assoziierte Projekte integriert.
  • Erkenntnisse aus von unseren Professoren geleiteten Forschungsvorhaben fließen in unsere Lehrveranstaltungen ein.
  • Studierenden bietet sich die Gelegenheit, an hochaktuellen Fragestellungen mitzuarbeiten.
  • Viele unserer Absolventen arbeiten heute in fachlich anspruchsvoller oder führender Position in der IT-Industrie. Nicht wenige schlagen die wissenschaftliche Laufbahn mit einer anschließenden Promotion ein.

Studienziele

Der anwendungsorientierte Master-Studiengang "Angewandte Informatik" will seine Absolventinnen und Absolventen befähigen, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse bei schwierigen und komplexen Problemstellungen sowohl in der Praxis als auch in der Forschung einzusetzen. Der Master-Studiengang soll dabei vor allem für folgende Aufgaben qualifizieren:

  • Führungsaufgaben in der Informationstechnologie,
  • Tätigkeiten in der Informatikforschung sowie
  • Aufgaben im höheren Dienst in einer Berufslaufbahn im öffentlichen Dienst.

Studienvoraussetzungen

Für den Zugang zum Master-Studiengang Angewandte Informatik müssen alle der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Einschlägiger erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, z.B. Bachelor oder Diplom, in einem Informatikstudiengang oder einem fachlich eng verwandten Studiengang mit einem Informatikanteil von mindestens 65 Prozent,
  • Nachweis besonderer Motivation.

Die genauen Zugangsvoraussetzungen sind der Zulassungsordnung, § 2, zu entnehmen (siehe unten unter "Weitere Informationen").

Gemäß der zum 01.01.2016 in Kraft getretenen Fassung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes gibt es keine feste Grenznote für den Zugang zum Master-Studiengang mehr. Die entsprechenden Regelungen zur bisherigen Grenznote 2,5 bzw. 2,8 in § 2 Abs. 3,4 der Zulassungsordnung finden daher keine Anwendung. Die Mindestzahl von 150 Leistungspunkten in § 2 Abs. 3 gilt jedoch weiterhin.

Die Zulassung erfolgt nach dem Ortsvergabeverfahren. Ein Studienbeginn ist grundsätzlich zum Wintersemester möglich; Bewerbungsschluss ist der 15. Juli. Sofern im Wintersemester nicht alle Studienplätze vergeben werden, ist auch ein Studienbeginn im darauf folgenden Sommersemester möglich; Bewerbungsschluss dafür ist der 15. Januar. Für Bewerbungen mit ausländischen Bildungsnachweisen gelten gesonderte Bewerbungsfristen.

Bewerbungsverfahren

Der Bewerbung sind gemäß der Zulassungsordnung, § 3 Abs. 2, folgende Unterlagen beizufügen:

  • Abschlusszeugnis des Bachelor- oder Diplomstudiengangs (oder eine Bescheinigung über die bisher erbrachten Leistungen inklusive Durchschnittsnote),
  • Lebenslauf,
  • Motivationsschreiben nach § 2 Abs. 5,
  • ggf. Nachweise über deutsche Sprachkenntnisse nach § 2 Abs. 6.