Fotowettbewerb 2025/2026

Für den FAWuI-Fotowettbewerb 2025/2026 sollte ein Foto zum Thema „Glücksorte“ eingeschickt werden. Hier zeigen wir beispielhaft einige Einsendungen.

Die FAWuI bedankt sich für alle eingereichten Beiträge. Es hat uns sehr gefreut, dass wir die Blickwinkel der Teilnehmer*innen teilen durften. Als Preise wurden Gutscheine von dem lokalen Fachgeschäft für Bilderrahmen, Postkarten und Geschenkartikel Heinz & Heinz sowie Gutscheine von Pixum vergeben.

Wir wünschen den Gewinner*innen viel Freude mit ihren Preisen!

Prof. Dr. Nadja Kiehne, Prof. Dr. Dennis Allerkamp, Daniel Schirmer (M. Sc.), Prof. Dr. Bernd Obermöller

Alia Stelter

Wald

Ich gehe sehr gerne spazieren. Besonders im Wald fühle ich mich wohl. Man kann dort mehrere Stunden verbringen ohne, dass einem langweilig wird. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken und man will am liebsten alles fotographieren.

Dieses Foto ist im Süsing entstanden. Ein Waldgebiet, welches ganz in der Nähe meines Zuhauses angrenzt. Ich habe es aus der Froschperspektive geschossen, um die Sonnenstrahlen einfangen zu können. Das leuchtende, satte Grün lässt mich wünschen, wieder genau an diesem Ort zu dieser Zeit zu sein. In der Natur, im Wald. Fernab von jeder Zivilisation.

Kim Susanne Reichmuth

Strand im Winter

Inner Safe Place

Der Strand im Winter ist leer, als wäre ich der einzige Mensch auf der Welt. Der Wind zerrt eisig an mir, das Meer ist unruhig, laut, ehrlich. Es nimmt nichts zurück.

Ich sitze im Sand, meine Lippen schmecken nach Salz, neben mir mein Hund. Seit Kindertagen ist dieser Ort meine Zuflucht. Ich schaue aufs Meer, dann zu ihm. Sein Blick ist ruhig, verlässlich. In diesem Moment muss ich nichts halten. Ich bin einfach da.

Wenn der Sturm stärker wird, gefällt es mir hier am besten. Die Naturgewalten sind groß, unaufhaltsam, und genau darin liegt etwas Tröstliches. Sie erinnern mich daran, dass ich Teil von etwas Größerem bin. Nicht alles ist gut, aber ich fühle mich lebendig. Und das reicht.

Dieser Ort ist nicht warm und nicht leise. Kein Rückzug, sondern ein Ankommen bei mir selbst.

Mia Egloff

Hiller Moor

Mein Glücksort ist das Hiller Moor, ein wunderschöner Ort, an dem es keinen Lärm, keine Menschen und keinen Stress gibt. Und ich bin oft gestresst und mir ist alles zu viel, und hier in der Natur findet man einfach seine Ruhe, kann abschalten und nachdenken. 

Ich gehe dorthin, um rauszukommrn und die Stille und Weite zu genießen, fühlt sich an, als wäre man für einen Moment ganz woanders und nichts was einen belastet ist mehr wichtig und niemand will was von einem. Man kann den Kopf frei bekommen und Abstand vom Alltag gewinnen. Man ist draußen, aber trotzdem für sich. 

Beim Fotografieren wollte ich diese Ruhe und die Stille festhalten. Die Herausforderung war, eine Bild zu machen, dass die Weite zeigt, ohne dass das Foto leer wirkt. 

Für mich kann Glück auch in den stillen Momenten liegen und nicht unbedingt dort, wo viel los ist. Ich liebe, dass man oft ganz für sich ist, in die Ferne schauen und nachdenken kann.

Anna Buckoh

Sugarloaf Rock

Das Bild zeigt den Sugarloaf Rock in der Margaret River Region in Western Australia. Wir sind häufig zum Sonnenuntergang dort gewesen, da der Fels in diesem Licht besonders schön anzusehen war. Dieser Ort zeigt mir immer wieder, dass es nicht viel braucht, um glücklich zu sein: einen Sonnenuntergang, tolle Menschen und das Rauschen der Wellen. An diesem Ort habe ich jedes Mal große Abenteuerlust und auch Dankbarkeit verspürt, dafür dass ich überhaupt die Möglichkeit hatte, nach Australien zu gehen. Für mich ist der Sugarloaf Rock daher ein absoluter Glücksort. Viele kennen ihn sicherlich als Windows-Bildschirmschoner. Ich kann sagen, live ist es deutlich besser!

Das Bild ist ein Schnappschuss mit meiner GoPro aus 2015. Die Qualität ist mit heutigen Kameras nicht vergleichbar, aber trotz der Überbelichtung fühle ich mich, auch wegen der Perspektive, immer wieder direkt in den Moment zurückversetzt. Ich kann es kaum erwarten, eines Tages wieder dort zu sein.

Jan Henrik Weinhold

Sahara

Dieses Foto entstand im Erg Chebbi in der marokkanischen Sahara. Für mich ist dieser Ort ein Glücksort, weil er einen besonderen Moment des Ankommens ermöglicht. Die schier endlose Weite der Dünen lädt dazu ein, innezuhalten und den Augenblick bewusst zu erleben. Zeit verliert an Bedeutung, der Blick wandert in die Ferne, Gedanken dürfen sich frei entfalten.

Meine Bildidee war es, genau diesen Moment festzuhalten: das Sitzen in der Landschaft, das Genießen der Stille und der Weite, das bewusste Krafttanken fern vom Alltag. Deshalb zeigt das Bild keine Personen oder Bewegung, sondern konzentriert sich ganz auf die Formen der Dünen und das Licht.

Eine Herausforderung war es, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten, an dem Licht, Perspektive und Stimmung zusammenpassten. Das Ergebnis erinnert mich bis heute an diesen Moment und schafft eine langfristige, positive Erinnerung an diesen Ort.

Sandra Geiken

Maschsee

Vor fünf Jahren bin ich nach Hannover gezogen. Anfangs hatte ich etwas Sorge, ob ich mich in einer Großstadt wirklich wohlfühlen würde. Ich bin in Kleinstädten und auf dem Land aufgewachsen und kenne dieses Leben gut. Doch Hannover hat mein Herz schnell erobert und ich habe hier meinen ganz persönlichen Glücksort gefunden: den Maschsee.

Besonders in stressigen Zeiten gehe ich morgens früh dorthin und schaue mir den Sonnenaufgang an. Zu dieser Zeit ist es noch ruhig, der Tag beginnt langsam und mit jedem Moment wird es heller. Die Farben am Himmel werden immer intensiver, die ersten Sonnenstrahlen wärmen das Gesicht und die Stadt erwacht allmählich. Genau hier finde ich die Ruhe, um mit voller Kraft in den neuen Tag zu starten.

Erik Burmester

Lebkuchenhaus

Mein Glücksort duftet nach Gewürzen, Weihnachten und Kindheit. Er entsteht jedes Jahr aufs Neue, wenn sich der Duft von Lebkuchen in der Küche ausbreitet und Vorfreude aufkommt.

Gebaut wird dieser Glücksort aus krümeligen Wänden und zuckrigem Klebstoff – begleitet von dem bekannten Chaos: wackelige Bauteile und ein Dach, das nicht halten will. Umso größer ist der Moment der Erleichterung, wenn das Haus schließlich steht. Irgendwie.

Schon als Kind habe ich es geliebt mit leuchtenden Augen und klebrigen Fingern mein Lebkuchenhaus mit Süßigkeiten zu verzieren. Dieses Gefühl ist geblieben.

Das Besondere an dem gezeigten Lebkuchenhaus ist, dass es mein Elternhaus darstellt. Es ist im Maßstab nachgebaut, mit dem Kaninchen im Garten und dem großen Baum, der auch im Original zu der botanischen Art „Lebkuchenbaum“ bzw. „Japanischer Kuchenbaum“ gehört.

So verbindet dieses Foto Kindheit, Geschmack &  Zuhause und ist so mein persönlicher Glücksort.

Lea Hagener

Erster Schnee des Jahres

Erster Schnee des Jahres.

Ich hatte schon immer eine Affinität zur kälteren Jahreszeit. Wie die meisten Kinder liebte ich schon immer den Schnee. Szenen aus den alten Streifen oder Erinnerungen vom Schneemannbauen bis man seine Hände und Gesicht nicht mehr spürte, brachten mir immer ein Lächeln aufs Gesicht. An dem recht rasanten Tag, an welchem das Foto entstand, brachte der Abendschnee eine unbezahlbare Ruhe und einen unsagbaren Frieden. Ich ging raus, die Luft war klar, und Zeit und Sorgen waren vergessen. Als hätte jemand die Zeit angehalten, war Niemand zu sehen, der Schnee fiel leise vor sich hin und knatschte bei jedem Schritt den ich ging. Die Kälte die alles langsam werden ließ. Die sich in meine Hände, bis in die letzte Fingerkuppe biss. Sie verlierten an Gefühl, so wie alles an Schwere verlor. Mir hätten die Hände schon nach den ersten Bildern abfallen müssen, doch der Anblick des Schnees fallend in der Ruhe der Nacht, brachte eine Wärme welche mich erst wieder verließ als meine Hände später drinnen auftauten und mit ihnen der Alltag wieder zu mir zurückkam.